
Nachdem Vega im November 2025 seinen Traum erfüllte und ist Festhalle in Frankfurt ausverkaufte, sollte es im Herbst 2026 wieder auf Tour gehen. Da aufgrund verschiedener Vorkommnisse die Metropolregion Nürnberg gemieden wird, ist der näheste Tourstopp München. Im Gegensatz zum letzten Mal wurde diesmal der Zug auserkoren. Erst ziemlich spät kam der Einfall, da zu der Zeit die Wiesn ist. Das konnte ja heiter werden.
Nachdem man also den halben Tag auf dem Fußballplatz verbrachte, sollte es gegen halb 6 mit dem Zug Richtung München gehen. Die ICE Verbindung bekam den Zuschlag, die war Dank der Uhrzeit auch sehr leer. Platz eingenommen, Augen zugemacht und erst kurz für München wieder geöffnet. So läuft das rund.
Am Hauptbahnhof dann auf eine unnormale Menschenmasse getroffen, die jegliche Orientierung schwer machte. Ein ruhiges Eck gesucht und dann per S-Bahn weiter zum Hirschgarten. Die letzten Meter zum Backstage wurden zu Fuß zurück gelegt.
Einlass verlief entspannt, sogar meine Zug-Capri Sonne durfte das Werk betreten. Die Zeit bis zum Beginn wurde im Raucherbereich verbracht.
Fast pünktlich kam dann Nio auf die Bühne uns heizte für 15 Minuten ein. Fand nicht sehr viel Zuspruch, verfehlte irgendwie seinen Job als Einheizer.
Und dann kam V. Wer sein Live in der Festhallte Album kennt, weiß ungefähr wie die Show ablaufen wird. München hatte auf jeden Fall Bock und sorgte für ein Konzert, an das man sich gerne zurück erinnern wird.
Absolutes Highlight war dann Casper, der plötzlich Am Boden bleiben mit performte. Da flog gefühlt das Hallendach weg, so laut wurde es. Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd weil ich damit absolut nicht gerechnet hatte.
Gegen 22 Uhr war dann das Konzert vorbei. Vega ist einfach ein starker Live-Künstler mit einem entsprechenden Katalog.
Danach ging es wieder per S-Bahn zum Münchner Hauptbahnhof und dort traf man dann auf viele Wiesn-Besucher. Im Raucherbereich kotzte einer neben mir in den Mülleimer, das muss dieses Kulturgut sein von dem man immer spricht.
Mit dem letzten RE sollte es nach Nürnberg gehen. Aus irgendeinem Grund hatte ich die Hoffnung, das dieser relativ leer sein wird. Bereits als ich zum Gleis kam wurden die ersten Tür von Bahnsecurity versperrt, da innen einfach gestapelt wurde. Das kann ja was werden.
Im vordersten Wagen dann einen Platz gefunden, zwar im Gang stehen, aber wenigstens noch mit ein wenig Bewegungsfreiheit. Das sollte sich schnell ändern, den es kamen immer mehr Menschen. Am Ende hatte man nicht mal mehr Platz, sein Handy aus der Hosentasche zu holen. Das machte wirklich keinen Spaß.
Warum in sogenannten Bahnland Bayern der letzte RE um 23:32 Uhr nach Nürnberg fährt, soll uns der Ministerpräsident mal erzählen. Das macht keinen Sinn.
Um 1 Uhr kam man dann natürlich mit Verspätung in Nürnberg wieder an. Schnell einen Voi Roller geschnappt und gegen halb 2 konnte man die eigene Wohnung wieder betreten.
V ist wieder da!









